Dieser Text ist für jeden, der sich vertiefen möchte in die Erfahrung von Liebe:

Liebe ist unveränderlich und bedingungslos und dies ist kein Irrtum. Der Irrtum ist, dass dies nicht so ist.

Liebe ist absolut, sie kann sich weder steigern noch abfallen, grösser oder kleiner werden. Sie stellt keine Bedingungen oder verändert sich demnach, weil sie eben absolut ist und immer maximal.

Wir können in unserem Bewusstsein der Auffassung sein, dass sie sich verändern kann, abnehmen oder sich mehren, wenn wir sie «beeinflussen» oder manipulieren. Zum Beispiel verhalten wir uns «zärtlich», meistens körperlich, um Zärtlichkeit zu bekommen. Wenn diese Zärtlichkeit nicht erwidert wird, verstehen wir es als eine Minderung von Liebe oder sogar ihre Abwesenheit. Jedoch ist Liebe nicht einfach ein Gefühl, das kommt und geht, so wie wir es wahrnehmen. Denn dann wäre sie nämlich an Bedingungen und Formen geknüpft, sie wäre «launisch» und somit nicht mehr absolut und maximal. Wir können Liebe erst erkennen, wenn unser Geist «geläutert» aufgeräumt ist von Irrtümer oder Bedeutungen, die wir der Liebe gegeben haben.

Wie ist das möglich? Durch Geistesschulung.

Wir müssen erstmal alle Vorstellungen, Ideen über und Bedeutungen von Liebe gehen lassen und bereit sein eine neue Sichtweise zu erhalten von dem Teil in unserem Geist, der nicht ständig urteilt, bewertet und teilt. Dieser Teil nennt Ein Kurs in Wundern der «Heilige Geist». Dieser Teil weiss, was Liebe ist. Nur das dieser Teil abgespalten und nicht immer zugänglich für uns ist, weil wir je nach Geisteszustand die meiste Zeit mit unserem urteilenden Geist, dem Ego, die Welt und uns selbst betrachten.

Ein geheilter Geist erkennt sich daran, dass er die Freude sucht, findet und als wirklich anerkennt, und nicht das Leid. (Was Leid ist, das ist wiederum eine weitere Ausführung wert und übersteigt diesen Text.) Der geheilte Geist erkennt das Leid als getrennt von sich an und letztendlich als unwirklich, weil Leid aus dem urteilenden Geist entsteht, der sich als getrennt sieht von allem. Denn genau das Gegenteil ist der Fall: Verbundenheit, Einssein ist unser natürlicher Zustand.

Es braucht viel und vor allem immer mehr Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Achtsamkeit mit den eigenen Gedanken, um bereit zu sein, seinen Geist heilen zu lassen von dem Heiligen Geist. Dabei geht es nicht um Entblössung, sondern um Erlösung. Wir müssen unsere Gedanken anschauen, die wir ablehnen, vor denen wir Angst haben, um an Ihnen vorbei zu unseren wahren Gedanken zu kommen. Die ängstlichen Gedanken nämlich sind die Blockaden vor der Liebe, also unseren wahren Gedanken. Wenn wir die Blockade ansehen, entscheiden wir, dass wir diese nicht mehr sehen wollen und dann kann durch den Heiligen Geist in uns der wahre Gedanke dahinter zum Vorschein treten. Das falsche wird sich dann auflösen – das ist Erlösung. So findet eine Umdeutung statt – eine Berichtigung. Diesen Vorgang könnte man auch Vergebung nennen. Und das ist die Geistesschulung. Der Geist wird geschult wieder ER SELBST zu sein. Sich nicht ablenken zu lassen von Leid und das Leid wirklich machen wollen. Er wird geschult, dass er nur einen WILLEN hat und das ist LIEBE. Da Liebe absolut ist, kann sie nicht neben Leid gleichzeitig existieren. Wir können nicht lieben und leiden gleichzeitig. Also müssen wir uns entscheiden und diese Macht ist unser Eigen und immer zugänglich. Niemand kann uns diese Macht nehmen. Nicht einmal wir uns selbst. Wir können sie verdrängen und uns täuschen, aber je geschulter der Geist ist, desto mehr wird er dies erkennen und je mehr Bestätigung wird er (der Geist, der DU bist) auch in der Wahrnehmung finden, weil das zu ihm kommt, an das er glaubt. Das letzte ist immer so, ob geschult oder ungeschult. Das woran wir glauben, werden wir sehen. (Somit stimmt es, das Glaube und Wahrheit nicht zusammenpassen, bzw. nicht das gleiche sind, aber wenn wir zur Wahrheit wollen und unseren Glauben dafür einsetzen, werden wir die Wahrheit erreichen.) Was bedeutet aber ungeschult in diesem Zusammenhang? Es bedeutet, dass der ungeschulte Geist von seiner Wahrnehmung als Tatsache ausgeht und somit (be/ver)urteilt, was die Wahrheit ist. Er sieht die Ursache der Welt als ausserhalb von sich und erkennt nicht, dass seine Gedanken die Welt und die Wahrnehmung verursachen, die er erlebt. Der geheilte Geist erkennt seine Gedanken als Ursache und indem er das erkennt, will er die wahren Gedanken denken, weil dies Heilung bedeutet, nicht nur für «ihn selbst», sondern für alle, weil er mit allen verbunden ist.

Gut. So viel zur Geistesschulung um den Irrtum von Liebe in mir und meinen Gedanken berichtigen zu lassen. Ich nehme letztendlich nicht die Berichtigung vor, sondern erlaube, dass sie vorgenommen werden darf. Ich sage nicht mehr NEIN zum Heiligen Geist in mir, sondern lasse das JA zu, was ständig in mir ruft, ich aber oft nicht hören will und dann leide.

Der ungeschulte Geist heftet sich an Formen und Bedeutungen von Liebe, weil er bewertet und «Gesetze» aufstellt, was Liebe ist. Diese Gesetze finden wir überall in der Welt. Vor allem in Beziehungen. Wenn jemand mir die Tür aufhält, wenn eine Mutter fürsorglich ihr Kind streichelt oder sich Sorgen macht und Angst, um ihr Kind hat, dann ist das Liebe. Wenn eine Mutter nicht «so viel» für ihr Kind tut, dann liebt sie es nicht. Genauso mit Liebespartnern. Wenn er/sie sich um mich kümmert oder mir Blumen mitbringt, dann liebt er/sie mich. Dies sind jetzt recht simple Bespiele und sie lassen sich ganz komplex gestalten. Wir können auch unsere Arbeitskollegen betrachten. Jemand der «alles» für eine Firma oder seinen Arbeitgeber tut, der «liebt» oder schätzt seine Arbeit wirklich und er wird so betrachtet werden. Jemand der weniger tut, ist somit weniger engagiert und man könnte sagen weniger «in Liebe» mit seinen Kollegen. Eine Freundin, die sich nicht nach meinen Gesetzen richtet, ist keine «liebe» Freundin und die, die immer auf mich «Acht gibt» ist eine «liebe Freundin». In diesem Glauben muss ich immer etwas «tun», oder nicht tun um geliebt zu werden und somit ist Liebe nicht frei, sondern gebunden.
Wie du siehst, wir haben das überall eingebaut. In fast keinem Lebensbereich lassen wir selbstaufgestellte Gesetze zum Thema Liebe aus. Wir machen mehr und mehr davon und seit Jahrtausenden, der ganzen Menschheitsgeschichte leiern wir immer wieder die gleichen Geschichten ab mit Enttäuschung und geplatzten Träumen auf Grundlage von diesen Gesetzen. Ein völlig ausgeleierter und sich ständig wiederholender Film, manchmal mit modernen Mitteln scheinbar erneuert, zB. wird Krieg zu Cyberkrieg usw. Also lehren wir Liebe und was Liebe ist… durch selbstaufgestellte Gesetze.

DAS IST DER IRRTUM. Wir haben Liebe verschiedene Bedeutungen, das heisst Formen, gegeben, viele Formen. Wir haben sie nicht länger als absolut, sondern neben und im Gegensatz zu Angst und Hass gesehen. Und je mehr Formen wir ihr gaben, je mehr haben wir sie begrenzt. Das ist unser Fehler, der Irrtum. Deswegen ist es berechtigt zu sagen, dass wir keine Ahnung haben, was Liebe ist.
DENN Liebe ist unbegrenzt. Punkt. Sie hat kein Anfang und kein Ende, keinen Raum und keine Zeit, keine Richtung und keine Form. Sie ist GEIST. Und Lieben ist ein «geistiger Prozess», eigentlich ein geistiger Zustand, ein GeWAHRsein, wie der Kurs es nennt.

Die Form kann sich verändern und wir können der Form die Bedeutung von Liebe geben. Das ist jedoch eine Täuschung. Wir sollen nicht die Bedeutung von Liebe lehren, heisst es ganz zu Anfang im Kurs, denn das liegt jenseits dessen, was gelehrt werden kann. Hier in der Welt können wir in erster Linie erkennen, was alles nicht Liebe ist, weil es eine Welt von Formen ist, der wir so viel Bedeutung gegeben haben.
Wir sollen uns lehren, dass es im ganzen Universum nur um Liebe geht und somit lehren wir für die Liebe und dass sie an sich alle Bedeutung hat und alles andere bedeutungslos ist. Wir sollen lehren und lernen, dass es darum geht Liebe auszudehnen, das heisst, in unserem Geist sich ausbreiten zu lassen, sie in unserem Bewusstsein strahlen und sein zu lassen – die GANZE Zeit, IMMER. Das wir nie das Recht haben die Liebe abbrechen zu lassen, indem wir sie durch Formen begrenzen und einem anderen wie mir selbst, Liebe «entziehen», nur weil er oder ich meinen Gesetzen nicht folgte. Wir begrenzen Liebe, wenn wir sie an Bedingungen knüpfen und das ist es, was wir eigentlich NICHT wollen. Das ist es, was wir lehren und lernen können, sollen und letztendlich müssen, weil es notwendig ist, wenn wir wahrhaft und unerschütterlich in Frieden und Glück sein wollen. Mit anderen Worten, wenn wir in unserem natürlichen Zustand, bei GOTT sein und uns als in IHM geborgen und sicher erleben wollen.

Wie geht das praktisch? Naja da kommt wieder die Geistesschulung ins Spiel. Sie ist der Schlüssel, den jeder selber finden, annehmen und ins Schlüsselloch stecken muss. Ins Schlüsselloch einer unverschlossenen Tür (heisst es auch im Kurs). Und der Kurs ist ein Schlüssel, es gibt viele weitere. Jedoch sagt der Kurs über sich selbst, dass in ihm eine Zeitersparnis drinsteckt. Das würde ich auch so bezeichnen, weil er mich recht schnell an Punkte heranführt, an Verhalten, Gedanken psychodynamische Muster, und an mein Kernproblem, damit ich neu entscheiden kann. Denn diese Macht habe ich. Und das lerne ich auch im Kurs. Diese Macht zu nutzen, die in mir ist und nicht ausserhalb, damit ich mich befreien kann, von Angst, Leid und dem «totmachen» von meinem Wahren SELBST – dem Christus.

Der, der frei sein will, wird den Weg dahin finden, wie schnell, in welchem Tempo und mit wie viel Freude entscheidet jeder selbst. Je ehrlicher wir das können, je freudiger wird dieser Weg werden.